Pendule

Pendule "Astronomische Uhr 1" — 1994/95

Die Uhr stellt eine stereographisch äquidistante Projektion des Himmelsgewölbes dar, welches sich im Uhrzeigersinn um den Himmelssüdpol dreht. Der Beobachtungsstandort ist wählbar zwischen Zollikerberg und St. Dionisy. Die Uhr schlägt die Stunden und Halbstunden der Sonnenzeit. Mit sieben schnellen Schlägen wird der Auf- und Untergang der Sonne angezeigt.

Ø 22 cm / H 34 x B 26 x T 20 cm

Auf der Sternscheibe sind die hellsten Sterne und die Ekliptik mit den Tierkreiszeichen dargestellt. Am Rand der Sternscheibe sind die Längenkoordinaten des Himmelsglobus angegeben, zusammen mit dem feststehenden Zeiger bei 12 Uhr ist dies die Sternzeitindikation. Das sichtbare Himmelsgewölbe reicht beim Blick gegen Süden in mittleren Breiten etwa vom Horizont bis zum Zenit.

  • Die Sternscheibe macht in etwa 23 std 56 min eine volle Umdrehung.
  • Die etwa 200 Sternsymbole sind unterschiedlich grosse, geschliffene, synthetische Zirkone.

Das feststehende Sonnenzeit-Zifferblatt mit den zwei mal zwölf Stunden und den römischen Zahlen entspricht den Längenkoordinaten des Himmelsgewölbes am Beobachtungsort. XII Uhr mittags = Süd, VI Uhr AM = Ost und VI Uhr PM = West.  Der Sonnenzeiger zeigt auf dem feststehenden Zifferblatt die Sonnenzeit (die wahre Ortszeit WOZ) für Zollikerberg oder St. Dionisy.

  • Die Zeit für eine Umdrehung beträgt etwa 24 Stunden, sie ändert sich jedoch täglich um einige Sekunden wegen der ungleichförmigen Geschwindigkeit der Erde auf ihrer Bahn um die Sonne. Die Aufsummierung dieser Differenzen ergibt im Laufe eines Jahres Unterschiede zu einer ‘mittleren’ Sonne (z.B. GMT, Greenwich Mean Time) zwischen etwa plus und minus 15 Minuten.
  • Auf der Sternscheibe zeigt der Sonnenzeiger die Position der Sonne im Tierkreis.

Der Mondzeiger zeigt auf dem Sonnenzeit-Zifferblatt die Position des Mondes am Himmel, auf der Sternscheibe seine Position im Tierkreis.

  • Er dreht sich pro Tag um etwa 23 std 10 min. Gegenüber dem Sonnenzeiger macht er damit in etwa 29.5 Tagen eine rechtläufige (Gegenuhrzeigersinn) Umdrehung.
  • Aus den relativen Positionen von Sonnen- und Mondzeiger kann man die Mondphasen ablesen. Sind Mond- und Sonnenzeiger deckungsgleich, ist Leermond, stehen sie sich genau gegenüber, ist Vollmond. Stehen die beiden Zeiger im rechten Winkel, ist erstes bzw. letztes Viertel.

Der Aszendent- / Deszendentzeiger zeigt auf den momentanen Auf- bzw. Untergangspunkt des Tierkreises. Wenn Sonne oder Mond sichtbar am Himmel stehen, befinden sich deren Zeiger über diesem Zeiger. Für die Sterne der Sternscheibe gilt dies nur im Bereich der Ekliptik.

  • Der Aszendent- / Deszendentzeiger macht pro Tag eine Hin- und Her-Bewegung zwischen dem frühesten und dem spätesten Sonnenaufgang (Sonnenuntergang) des Jahres am vorgegebenen Uhrenstandort (Zollikerberg oder St. Dionisy).

Der Drachenzeiger zeigt die Position der Knotenlinie der Mondbahn auf der Sternscheibe, d.h. die Schnittlinie der geneigten Mondbahnebene mit der Ekliptik.

  • Drachenkopf: aufsteigender Mondknoten, Drachenschwanz: absteigender Mondknoten.
  • Befinden sich Sonnen- und Mondzeiger gleichzeitig auf dem Drachenzeiger, findet bei Leermond eine Sonnenfinsternis, bei Vollmond eine Mondfinsternis statt.
  • Der Drachenzeiger macht gegenüber der Sternscheibe in etwa 18.6 Jahren eine rückläufige (Uhrzeigersinn) Umdrehung.

Die Zeiger sind mechanisch voneinander unabhängig, jeder wird von seinem eigenen Schrittmotor angetrieben.

 

 

 


 

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